Ahlhaus und Kollegen

null

Zu Beginn des neuen Semesters steht die Weiterführung unserer Veranstaltungsreihe auf dem Programm. Nachdem wir uns beim letzten Mal der Kritik der Nation und einer spezifischen Deutschlandkritik zugewandt haben, legen wir unseren Fokus dieses Mal auf das deutsche Verbindungswesen. Auch wenn im Vergleich zu Hochburgen wie Heidelberg oder Wien das Verbindungswesen in Hamburg relativ unauffällig daherkommt, ist es nicht nur in Zeiten, in denen sowohl der neue Hamburger Bürgermeister, als auch sein Innensenator zumindest in das Umfeld von schlagenden Verbindungen gehören, geboten, sich mit dieser studentischen Plage auseinanderzusetzen. Es geht uns weniger um ein Notfallprogramm, als ein Erarbeiten, was uns an „Burschis“ unerträglich ist.
Als Expert_innen haben wir uns dieses Mal zwei Autorinnen der Broschüre „Völkische Verbindungen. Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ und eine Aktivistin mit Kenntnis der Hamburger Burschenschaftsszene eingeladen.
Uns geht es nicht um eine Aneinanderreihung von Namen, Personifizierungen und Randalebildern, wie sonst bei diesem Thema typisch. Stattdessen wollen wir mit unseren Referentinnen auf die Grundübel des Verbindungswesens eingehen, uns mit reaktionären Positionen wie Sexismus, Antisemitismus, dem autoritären Charakter der Verbindungsstudenten, der Ausrichtung als Männerbund und dem Lebensbundprinzip beschäftigen.
Wir wollen dabei das Verbindungswesen nicht losgelöst von den postnazistischen Verhältnissen betrachten, sondern vielmehr Gesellschaft und Spezifik gemeinsam diskutieren.
In Vorfreude,

Euer studentisches Milieu, Veranstaltungs-AG der T-Stube

Hinweis: Mitglieder und Anhänger rechtsextremer Parteien und Organisationen, wie NPD, DVU, REP, sog. »Freien Kameradschaften« und Verbindungen, haben keinen Zutritt und sind nach § 6 des VersG von der Veranstaltung ausgeschlossen.


25.10.2010.
Start: 18.00h
Kein Eintritt, Getränke werden vorort angeboten.