Escapado und Antitainment

Beatpunk rezensiert das neue Antitainment-Album. Und das auch ganz gut. Großartig ist der Diss auf Escapado!

Escapado mit angegelten Scheitelfrisuren und gequälten Gesichtern. Professionell schauspielerten sich die Musiker durch ihr Set. Es sollte nach Weltekel aussehen und nach innerer Zerrissenheit klingen. Zwölf Bier auf die zehn Gebote! Die Klischee-Bibel war auch gefühlte zweihundert Jahre nach der subkulturellen Aufklärung kein Märchenbuch. Hier pulsierte der Gottesdienst noch im Viervierteltakt: einmal auf die Knie gehen, zusammenkauern, Hand vors Gesicht, schreien, herumwälzen, Strophe, Refrain, Bridge, »Lass’ mich hier liegen/eingehüllt in Selbstmitleid/Es ist so leicht zu vergessen, wer man ist/Es ist so leicht zu vergessen, wer man war.« Das schreibt man nicht abends zu haus ins kleine Moleskin-Heft. Das singt man fremden Leuten vor. Als würden sich Lassie und Flipper übers beschädigte Leben unterhalten.


1 Antwort auf „Escapado und Antitainment“


  1. 1 Tomas Andersson 16. Oktober 2010 um 17:58 Uhr

    Hä? Versteh ich nicht! Was soll denn das hier?

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.