Archiv für Mai 2011

Rettet Nulldrei!

SPENDENKONTO der MBS

Begünstigte(r): Schöfski/Dudzak
Verwendungszweck: Rettung SV Babelsberg
Kto: 1100155836
BLZ: 160 500 00
Bank: MBS Potsdam
IBAN: DE43160500001100155836
BIC-/SWIFT-Code: WELADED1PMB

SPENDENKONTO für Cash-Group-Kunden

Begünstigte(r): Ulrich Wenzel
Verwendungszweck: SV Babelsberg Spendensammelkonto
Kto: 550541788
BLZ: 280 400 46
Bank: Commerzbank Oldenburg

Weitere Infos unter
http://www.babelsberg03.de/main.php
http://filmstadtinferno.de/
http://ultras-babelsberg.info/

Ost-Wochen bei 11Freunde

Schon irgendwie amüsant, dass Brillenträger aus Bielefeld samt Redaktion sich ernsthaft darum bemühen, einen Mythos um die DDR-Oberliga auch in west- respektive gesamtdeutschen Medien zu konstruieren. Trotzdem immer noch besser als gar nix. Nach dem Aufstieg von Dynamo Dresden und Hansa Rostock in die zweite Liga sowie den dort bereits angesiedelten Teams von Energie Cottbus, Wismut Aue und Union Berlin bildet dies den Rahmen für mehrere ostalgische Aufeinandertreffen. Schade, dass der MDR das alles nicht übertragen darf, denn alleine der Gedanke an den investigativen Journalismus mit vermeintlichem Fachwissen von Sport1 oder SKY lässt einen erschaudern. Bis es soweit ist ein paar nette Fotos und Zitate.



Allein den BFC Dynamo haben damals im ersten Jahr 17 Spieler verlassen. Dafür hat der Verein zwar Geld bekommen, aber in was für einem Verhältnis!? Bayer Leverkusen hat Andreas Thom für einen Appel und ein Ei bekommen. Leverkusen war der absolute Vorreiter im Abziehen der DDR-Klubs.

Wenn ich an Jimmy Hartwig denke, klappen sich jetzt noch meine Fußnägel hoch. Der hat Sachsen Leipzig zu Grund gerichtet. Es gab Berater, die haben mit den jeweiligen Präsidenten richtige Personalpakete geschnürt. Und da ging es nicht darum, die Klubs konkurrenzfähig zu machen, sondern eine schnelle Mark im wilden Osten zu machen.

Was mich wütend macht, ist, dass Leute, wie Ulf Kirsten, in der Bundesliga Karriere gemacht haben, ohne für die Spitzeltätigkeit bei der Stasi belangt zu werden. Wenn er sich nach der Wende dafür entschieden hätte Polizeibeamter zu werden, hätte niemals einen Job bekommen. Selbst wenn du damals beim BFC Dynamo Sekretärin gewesen bist, hast du später nie wieder einen Fuß auf den Boden bekommen. Weil du eben vom Ministerium für Staatssicherheit bezahlt wurdest.

Wenn jemand als junger Mann bei einem Klub jahrelang ausgebildet und gefördert wurde, würde ich erwarten, dass er dem Verein später etwas zurück gibt. Wenn jemand aber nur an seinen persönlichen Vorteil und an seine Steuererklärung denkt, wird er das natürlich nicht machen. Dafür muss man innerliche Größe besitzen und die meisten haben die nicht.

Die Menschen hatten einfach wichtigeres zu tun, als zum Fußball zu gehen. Mauerfall, Währungsreform, der Zusammenbruch der DDR – da musste sich der Fußball erstmal hinten anstellen.Ein Beispiel: Als Hansa 1987 das FDGB-Pokalfinale erreichte, fuhren 25.000 Rostocker zum Finale nach Berlin! 1991 waren dann insgesamt nur 8.000 Zuschauer beim Endspiel in Berlin, davon vielleicht 2.000 aus Rostock.

Es gab keinen Klub in der ehemaligen DDR, der nicht von der Regierung gesteuert war, die Vereine waren quasi gleichgeschaltet, da gab es kein freies Denken und Handeln. Diese Schwäche hätte der DFB erkennen müssen. Stattdessen hat man zugeschaut, wie die Klubs reihenweise in die Hände von Baulöwen fielen.

Interviews hier, hier und hier, Bilder hier.

Fashion-Tipps für den Sommer 2011

Der Sommer ist da – und sie haben nix anzuziehen? Das muss doch nicht sein! Wir sagen ihnen, welche Trends in der warmen Jahreszeit dieses Jahr angesagt sind und was wirklich ein absolutes No-Go ist.


Die Wahl der Beinbekleidung kann auch in diesem Jahr recht schlicht gehalten werden. Mit einfarbigen Bermudas machen sie nirgends eine schlechte Figur. Kombiniert mit einem dunklen Shirt oder einer Burka für Männer wahren sie das Understatement und zeigen trotzdem Klasse. Von karierten Hosen und Schuhen soll an dieser Stelle deutlich abgeraten werden, sie wollen ja schließlich nicht aussehen wie Zonen-Ronny, sondern wie Brad Pitt! Die Designer dieser Welt reagieren besorgt und stylish auf die hohe Feinstaub- und Smog-Belastung in den Großstädten. Elegante Tücher und seidige Schals mit frechen Sprüchen und Motiven schützen und kleiden – eine absolute Win-Win-Situation!


An etwas kälteren Tagen machen sie mit einer Levis 501 nichts verkehrt. Auch Ringelmützen haben den Winter überlebt und müssen nicht bis zum kommenden November im Schrank liegen – trauen sie sich etwas! Entscheidend ist doch, dass sie sich in ihrem Outfit wohlfühlen. In einer Adicolor-Jogginghose zum Beispiel können sie ganz selbstbewusst jeden alltäglichen Laufsteg meistern und tragen trotzdem das „zu-Hause-auf-der-Couch“ Gefühl mit sich herum.


Eines kann ihnen auch in diesem Sommer keiner abnehmen – den inneren Schweinehund zu überwinden. Achten sie auf ihre Ernährung und treiben sie etwas Sport, um am Strand mit ihrem gestählten Körper die Blicke auf sich zu ziehen. Ein paar Laufübungen, Sit-Ups und kalorienreduzierte Nahrung sind das A und O, wenn sie lästige Pfunde verlieren möchten.


Achten sie stets darauf, in welchen Kreisen sie sich bewegen und ahnen sie möglichst voraus, wie ihre Freunde und Bekannten sich kleiden, um Überschneidungen und Eintönigkeit zu vermeiden. Sie wollen auffallen und nicht in einer Masse untergehen. Die Welt besteht nicht nur aus den Farben schwarz, weiß und grau. Besonders im Trend scheint die Farbe grün zu liegen, die Kombinationsmöglichkeiten mit den Farben weiß, blau und rot scheinen endlos.


Abschließend noch ein letzter Hinweis. Sorgen sie für Kontraste. Conformity is so 2010. Ihr Outfit ist der Spiegel ihrer Seele – machen sie etwas aus sich!

Ein ganz besonderer Dank geht an die Models, Komparsen und Statisten aus Wien Hütteldorf sowie an das Beauty-Magazin Nummer eins in Österreich. Die Welt ist ein Laufsteg und Mode kein Geburtsrecht, sondern ein Privileg.

Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

In Deutschland laufen Ultras gerne durch die Straßen. Meist an Spieltagen, garniert mit viel pubertärem Gepose hinter dunkelblauen, behelmten Ketten. Manchmal fordern sie auch etwas. Nicht viel, um den unpolitischen Konsens der Kurve nicht zu stören. Aber das bisschen, was sie fordern wird aufgeblasen, als hinge ihre jeweilige Existenz davon ab. Bunt und laut und furchtbar kreativ wurde einst Berlin als Reiseziel angepeilt, die Gruppen schafften es sogar, einmal nicht mit dem Handy in der Hand alle 10 Minuten eine Wemmserei zu suchen (Magdeburg ausgenommen). Doch leider ist das Abbrennen von Bengalen nach wie vor nicht ins Grundgesetz aufgenommen worden und die Bullen sagen immer noch nicht transparent „Sorry“, nachdem sie mit dem Knüppel Leute traktiert haben. Wirklich Schade.

Dabei gibt es so viele bessere Gründe, auf eine Demonstration zu gehen. Zum Beispiel auf die der Ultras Braunschweig am 21. Mai.

So kam es im Laufe der letzten zwei Jahre im Raum Braunschweig zu mehreren Übergriffen durch Nazis. Oftmals traf diese Gewalt gezielt antifaschistische AktivistInnen aus dem Umfeld der Gruppe Ultras Braunschweig (UB). Die Angreifer stammen dabei überwiegend aus dem Hooligan-Spektrum rund um die Fanszene des Vereins Eintracht Braunschweig. Organisierte Nazis sind ein fester Bestandteil in Braunschweiger Hooligan-Strukturen und
auch in einigen Fan-Gruppen wird rechtes Gedankengut propagiert oder zumindest widerspruchslos toleriert.

Mehr zur Demo findet ihr hier.

One year ago, ein Jahr wie eine Ewigkeit

Vor einem Jahr war ich erkältet, genauso wie heute. Vor einem Jahr hustete ich vor mich hin, schwänzte die Uni, bekam tagelang keinen Ton raus. Es regnete, in Hamburg als auch in Fürth. Vermessen, jetzt die Stunden abzuzählen, die ich am Stück wach war, hoher zweistelliger Bereich würde ich mal tippen. In der Retrospektive verschwimmt immer so viel. Mittlerweile rennen sie wieder in Rostock und in Braunschweig über den Rasen, in Augsburg und Berlin. Es ist so ungerecht.

Vor einem Jahr kombinierten wir uns durch die Strafräume, erfroren fast in Paderborn; Bielefeld war einer der Aufstiegsaspiranten und Deniz Naki interessierte sich für Fußball. Kleiner Vogel, flieg nicht zu hoch, im Prinzip begann die ganze Scheisse ab Mitte August. Hoffnung, Resignation, Demütigung ab März. Seht, wo wir gelandet sind.

Aber an diesem einem Tag, vor mehr als einem Jahr, da, ja da passte alles. Mehr ging nicht. Solche Tage kriegst du nicht im Abo, darauf arbeitet man irgendwie hin. Querverweis Derbysieg. Und wenn sie vorbei sind, die Musik verklingt und sich die Frage nach dem „warum-nicht-immer-so“ stellt, ist die einzig richtige wie konsequente Antwort: As tears go by.

Teams zerbrechen, Trainer gehen – nur die Bilder bleiben bestehen:

Keep in mind…#3

portlandia

Auf Wiedersehen Marcel&Lelle – Tschüss Helmut!

Lieber, Marcel

Ich will Dich behalten, und wenn es auf dem Platz nicht mehr reicht (leider), dann will ich Dich im Notfall als was auch immer haben. Mir egal. Aber in 7 Jahren hast Du mehr für diesen Verein getan als andere Menschen in 20. Du hast seinen Charakter gelebt und geprägt.

Lieber Lelle,

Und selbst wenn Du noch so stark die sportlichen Grenzen aufgezeigt bekommen hast hast Du Dich nie hängen lassen und bist auch in den 100sten aussichtslosen Zweikampf mit Arjen Robben gegangen. Solche Typen haben uns gefehlt.

Danke an Norbert für den schönen Artikel. Zu Schulte fällt mir nichts mehr ein.

Gute Freunde kann niemand trennen.

Nach dem sportlichen Offenbarungseid gestern gegen den FC Bayern, der immer noch schwer im Magen liegt ob der Art und Weise, macht man sich schon ein bisschen Sorgen. Mit dem Klassenverbleib hab ich ab Mitte März schon nicht mehr gerechnet, zu durchsichtig war das, was passieren würde. Ein 1:8 ist dann aber schon ganz harter Tobak. By the way: Ich freue mich schon auf den Artikel des RSL Nord-Ost Berlin zu dem Spiel, da die Zahlenanordnung 1 und 8 (Querverweis zum Alphabet) ja nun mehr als eindeutig ist und das ausgerechnet einen Tag vor dem 8. Mai! Eine eindeutige Botschaft der Spieler – bei Sankt Pauli! BEWEIS! Und ein weiterer Beleg, dass Sankt Pauli nun wirklich Scheisse ist. Die sammeln ja schon seit nem guten Jahr wie die Pfadfinder Indizien, das neueste gibt es von mir quasi umsonst.

Derweil widmen sich einige Hamburger bereits den kommenden Aufgaben:
hansa

Diese sogenannten Fans, furchtbar. Ich drehe die Uhr lieber ein bisschen zurück, als der FCSP noch schöne Trikots hatte und Deniz Naki noch wusste, was er mit einem Ball anzufangen hat. Er kann ruhig mal wieder zeigen, was er eigentlich so drauf hat. Und anschließend liebe Grüße senden.