One year ago, ein Jahr wie eine Ewigkeit

Vor einem Jahr war ich erkältet, genauso wie heute. Vor einem Jahr hustete ich vor mich hin, schwänzte die Uni, bekam tagelang keinen Ton raus. Es regnete, in Hamburg als auch in Fürth. Vermessen, jetzt die Stunden abzuzählen, die ich am Stück wach war, hoher zweistelliger Bereich würde ich mal tippen. In der Retrospektive verschwimmt immer so viel. Mittlerweile rennen sie wieder in Rostock und in Braunschweig über den Rasen, in Augsburg und Berlin. Es ist so ungerecht.

Vor einem Jahr kombinierten wir uns durch die Strafräume, erfroren fast in Paderborn; Bielefeld war einer der Aufstiegsaspiranten und Deniz Naki interessierte sich für Fußball. Kleiner Vogel, flieg nicht zu hoch, im Prinzip begann die ganze Scheisse ab Mitte August. Hoffnung, Resignation, Demütigung ab März. Seht, wo wir gelandet sind.

Aber an diesem einem Tag, vor mehr als einem Jahr, da, ja da passte alles. Mehr ging nicht. Solche Tage kriegst du nicht im Abo, darauf arbeitet man irgendwie hin. Querverweis Derbysieg. Und wenn sie vorbei sind, die Musik verklingt und sich die Frage nach dem „warum-nicht-immer-so“ stellt, ist die einzig richtige wie konsequente Antwort: As tears go by.

Teams zerbrechen, Trainer gehen – nur die Bilder bleiben bestehen:


2 Antworten auf „One year ago, ein Jahr wie eine Ewigkeit“


  1. 1 notwendig 13. Mai 2011 um 13:46 Uhr

    Der unsägliche Hang deutscher Fußballfans zu Reimen ohne Metrum.

  2. 2 Yes, Sir ! 13. Mai 2011 um 16:42 Uhr

    Die Bauchlandung bei Min 2:21 ist fast noch besser als der damalige Aufstieg :D

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