Weg mit allen rechten (Hooligan-)Strukturen

In Deutschland laufen Ultras gerne durch die Straßen. Meist an Spieltagen, garniert mit viel pubertärem Gepose hinter dunkelblauen, behelmten Ketten. Manchmal fordern sie auch etwas. Nicht viel, um den unpolitischen Konsens der Kurve nicht zu stören. Aber das bisschen, was sie fordern wird aufgeblasen, als hinge ihre jeweilige Existenz davon ab. Bunt und laut und furchtbar kreativ wurde einst Berlin als Reiseziel angepeilt, die Gruppen schafften es sogar, einmal nicht mit dem Handy in der Hand alle 10 Minuten eine Wemmserei zu suchen (Magdeburg ausgenommen). Doch leider ist das Abbrennen von Bengalen nach wie vor nicht ins Grundgesetz aufgenommen worden und die Bullen sagen immer noch nicht transparent „Sorry“, nachdem sie mit dem Knüppel Leute traktiert haben. Wirklich Schade.

Dabei gibt es so viele bessere Gründe, auf eine Demonstration zu gehen. Zum Beispiel auf die der Ultras Braunschweig am 21. Mai.

So kam es im Laufe der letzten zwei Jahre im Raum Braunschweig zu mehreren Übergriffen durch Nazis. Oftmals traf diese Gewalt gezielt antifaschistische AktivistInnen aus dem Umfeld der Gruppe Ultras Braunschweig (UB). Die Angreifer stammen dabei überwiegend aus dem Hooligan-Spektrum rund um die Fanszene des Vereins Eintracht Braunschweig. Organisierte Nazis sind ein fester Bestandteil in Braunschweiger Hooligan-Strukturen und
auch in einigen Fan-Gruppen wird rechtes Gedankengut propagiert oder zumindest widerspruchslos toleriert.

Mehr zur Demo findet ihr hier.