Die Überflüssigen

SG Leipzig-Leutzsch – als gäbe es nicht schon genug Probleme auf der Welt. Der Nachfolgeverein des FC Sachsen Leipzig zofft sich seit seiner Gründung mit der BSG Chemie, teilt sich auf Anweisung des Verbandes und der Stadt jedoch ein Stadion mit ihnen. Das gefällt den Herren der SGLL gar nicht. Denn mit Ultras haben sie es nicht so. Und mit Zecken erst recht nicht. Da sind Offizielle und Fans des Retorten-Retorten-Vereins ganz auf einer Linie:
sgll-rsl
Neben der wahnhaften Vorstellung, irgendetwas mit „Chemie“ zu tun zu haben, sticht der Satz „Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher“ heraus, auf den sich positiv bezogen wird. Nun, die Diablos gehen mit diesem Spruch in der Orange Times #151 so um:

Ich persönlich finde ja, dass ich schon genug damit zu tun habe ein Mensch zu sein, sodass ich für das „deutsch“ sein, gar keine Zeit habe. Andere sagen für sich, sie sind als erstes „Ultra“ oder „Chemiker“, aber wer da noch stolzer „Deutscher“ sein will, sollte sich vielleicht überlegen was es mit dem Nationalismus und dem Gerede von Nation auf sich hat. Denn am allerwenigsten kann man was dafür wo man geboren wurde. Und was an Deutschland und Leutzsch scheiße ist oder euch nicht gefällt, könnt ihr selber heraus finden oder ihr wisst es bereits. In der Kurve haben jedenfalls solche Äußerungen und Schals, die andere Menschen für ihnen Geburtsort ausgrenzen oder herabwürdigen sollen, keinen Platz. Und Deutschland wird bei uns auch nicht gefeiert, sondern nur die BSG. Also weg mit dem Scheiß aus unserer Kurve!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


7 Antworten auf „Die Überflüssigen“


  1. 1 auch einer 30. August 2011 um 18:35 Uhr

    Und unter dieseem Statement finde ich die Anzeige: linke-t-shirts.de

    no comment

  2. 2 Probe 30. August 2011 um 21:16 Uhr

    Scheint zu funzen…
    …also, auch ich (Alternativ veranlagt seit ich 15/16 bin habe diesen Spruch in allen Auswärtsstadien gerufen. 3000 in Erfurt 1993!!! Da was rechtsradikales reinzuinterpretieren ist am Thema vorbei, da ihr gar nicht wisst, welche Bedeutung dieser Spruch hat. Niemand wird in seiner Herkunft herabgewürdigt, hier geht es nur um Chemie und Leutzsch und lest die DDR-Vergangenheit!!!!
    Warum macht ihr alles so kompliziert!!!!!!!!!!!!???????????

  3. 3 Chemie 30. August 2011 um 23:22 Uhr

    Nur ein Leutzscher ist ein Deutscher diesen Spruch hörte ich das erste Mal 1971 bei der BSG Chemie Leipzig im Georg Schwarz Sportpark

  4. 4 Brainstorming 31. August 2011 um 9:44 Uhr

    Die SG LL ist für einen Leutzscher zugegebenermaßen nicht gerade die erste Adresse, da sich dort viel Präkariat ansammelt. Aber diese linkskommunistische Hetze hier wertet sie nur auf. Ich finde es blamabel.

  5. 5 auch OT gelesen 31. August 2011 um 13:59 Uhr

    Die Kritik von den Kommentaren über mir ist nicht ganz unberechtigt, jedoch ist der Text in der OT länger, dort wird sehr wohl auf die Entstehung des Satzes in der DDR eingegangen und auch was er dort bedeutete. Es wird jedoch auch erklärt warum er heute in großen Teilen anders belegt ist und er auch seine Berechtigung verloren hat. Aber schön das sich hier noch so viele an den Ursprung erinnern, war dieses zu DDR-Zeiten doch sehr politisch und das obwohl doch Politik rein gar nichts beim Fußball verloren hat ;) nicht lieber Freunde des „unpolitischen“ Sports. Es ist schade, dass hier im Blog dann nicht die Mühe gemacht wird, den ganzen Text ab zu tippen, genauso wie denen zum „unpolitischen“ Sport.

  6. 6 eric 31. August 2011 um 21:29 Uhr

    Die leutzscher Teams sind doch alle samt des Fußballs Metastasen! ;)

  1. 1 Kreuzzüge gegen den Roten Stern « URS – Ultras Roter Stern Pingback am 30. August 2011 um 20:53 Uhr
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