Archiv für März 2012

Hass Hass Hass

Beim aktuellen Präsidium des FC St. Pauli ist es meistens am Besten, wenn es im Verborgenen arbeitet, dort, wo keine Kommunikation nach Außen möglich ist. Kaum ist der Teilausschluss von Zuschauern rechtmäßig abgewendet, wird schon wieder appelliert, und zwar genau an die Falschen. Dass der DFB mit seinen realitätsfernen Urteilen der vergangenen Wochen und Monate, im Bezug auf den FCSP und andere Clubs, sich ein Eigentor nach dem anderen schoss, findet keine Erwähnung. Stattdessen wird in vorauseilendem Gehorsam und mit dem Allzweck-Horrorszenario „Geisterspiel“ eine seltsame Rechnung aufgestellt:

Das Werfen von Gegenständen und Zünden von Pyrotechnik hat den Club in dieser Saison rund 500.000 Euro gekostet.

Man hätte auch schreiben können: Zwei Volltreffer (einer mit nem Becher, einer mit ner Kassenrolle) und etwas Pyro – schon geriet der DFB außer Rand und Band. Steht da aber nicht. Es endet viel mehr mit einem frommen Wunsch:

Jetzt sind alle gefragt! Helft mit, dass so etwas beim FC St. Pauli nicht mehr passiert und repräsentiert den Verein so wunderbar wie bei den letzten Heimspielen.

Solch Populismus gefällt MoPo, Facebook und Forum bestimmt gut, führt den nach dem Schweinske-Cup eingeführten Weg des offenen Dialogs zwischen aktiver Fanszene und Verein ad absurdum. Stattdessen dürfen Paadie-Paulianer Blockwart spielen. Wenn das nächste Mal nen Bengalo brennt, überweise ich gerne 5 Euro. Damit sich das Präsidium nach dem folgenden Prozess in Frankfurt nen Eis und ne Packung Taschentücher kaufen kann.

Liebe Liebe Liebe