Archiv für März 2013

Katidis

Giorgos Katidis, (ehemaliger) Spieler von AEK Athen, genießt seit seinem Hitlergruß am vergangenen Wochenden auch in Deutschland eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit. Wieder und wieder findet man im Netz den Spieler mit dem ausgestreckten Arm, der SPIEGEL bringt es sogar fertig, mit einem einzigen Foto eine Galerie zu erstellen, die heimliche Begeisterung scheint in den Hamburger Redaktionsräumen groß zu sein…

Neben Katidis‘ lächerlichen Entschuldigungsversuchen, er sei kein Faschist, setzte der deutsche Trainer von AEK, Ewald Lienen, dem ganzen noch die Krone auf:

Er hat diesen Gruß vielleicht im Internet gesehen, ohne zu wissen, was er bedeutet. (…) Unser Verein hat einen antifaschistischen Hintergrund, unsere Fans gehen vollkommen auf die Barrikaden. Unsere Hauptfangruppe ‚The Originals‘ ist antifaschistisch, die flippen völlig aus. Das ist eine Lebenseinstellung, eine Gesinnung.

Mit „The Originals“ meint der umnachtete, hilflos beschwichtigende Lienen ORIGINAL21. Deren bisherige, schriftliche Reaktion ist bemerkenswert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass den Worten auch Taten folgen werden:

Dass du nur ein unreifer, lächerlicher Schönling mit vielen Bildern auf dem Körper bist, da konnten wir noch ein Auge zudrücken und haben es dir mit gutem Willen vergeben.

Dass du Nazi-Grüße machst, du niederträchtiger Nichtsnutz, wird jedoch in keinem Fall vergeben!

Unsere Vorfahren drehen sich im Grab um, und unsere eigene Geschichte, die Geschichte der Vertreibung und unsere antifaschistischen Werte, du hast sie verraten.

Du taugst weder als Spieler noch als Mensch etwas.
Du bist unerwünscht und ein Gesuchter für uns.
Weder dein Bedauern noch deine Rechtfertigungen überzeugen uns.
Alle, die vor dir auf diese Art gegrüßt haben, hatten ebenso „Rechtfertigungen“. Die Geschichte vergisst sie nicht!

Wir, die große Familie von AEK, der Vertreibug und der menschlichen Werte, werden niemals vergessen!

Verantwortliche! Dieser Junge gehört von jetzt an nicht mehr zu AEK!
Verantwortungslosigkeit wird nicht verziehen. Macht euren Standpunkt jetzt klar!

PS: Wirklich? Hast du es aufgrund deiner Dummheit getan? Oder hat dich jemand geleitet?
Wie auch immer und an jeden Adressaten in aller Deutlichkeit: Bei AEK haben Faschisten keinen Platz!
Kriegt das in eure leeren Schädel rein!

PS2: Dieses Thema betrifft die Familie von AEK und wir wissen selbst, wie wir es lösen. Daher können uns alle Politiker und Besserwisser mit ihren tollen Vorschlägen in Ruhe lassen. Wir benötigen sie nicht.

UPDATE: Bezüglich der Person Lienen nehme ich das umnachtet zurück, da er sich entgegen der landesweit kolportierten Meldungen viel differenzierter und ablehnender geäußert hat, als zunächst berichtet.

Okay, Frei.Wild-Fans, klingt einleuchtend






Mehr davon gibt es auf der Facebook-Seite „Die besten Pro-Frei.Wild Kommentare aller Zeiten“. Gönnt euch!

Über die „Fußballvolksgemeinschaft“

Liebe Sozialdemokraten,

hier und hier ein Text aus der Erlebnis Fußball, Ausgabe 58, zur Kampagne „12:12″. Lesenswert.


„Das ist das wahre Deutschland, der Antisemitismus.“

Reden wir über eine andere Plage: Sind Radfahrer in Deutschland schlimmer als die in anderen Ländern?

Deutsche Radfahrer, besonders die in Hamburg, sind militant, militärisch. Man sollte sie nach Gaza schicken.

Sind es Nazis?

Sie benehmen sich ein klein wenig wie Nazis. Es ist lächerlich. Ich gehe auf dem Gehweg, mit zwei Koffern. Sie kommen und klingeln wie verrückt. »Fahr für eine Sekunde auf der Straße, du Schmock«, rufe ich. Nein, das machen sie nicht: »Mein Recht, das ist mein Recht!« Aber einmal habe ich sie gekriegt, auf einem Gehweg, wo man nicht mit dem Fahrrad fahren durfte. Da kamen sie wieder an und klingelten. Da habe ich gesagt: »Moment mal, das ist illegal, was Sie hier tun. Haben Sie das Schild nicht gesehen?« Da waren sie dann total angepisst (lacht).

Das ganze Interview mit Tuvia Tenenbom ist bei Lizas Welt zu finden.