Archiv der Kategorie 'Bewegungslinke'
Blinkt zwar rechts und unten schon die ganze Zeit, kann man aber gar nicht oft genug drauf hinweisen:

Weitere Infos, Material und den Aufruf gibt’s hier.
Ein kleiner Hinweis auf dieses großartige Bündnis sei gestattet:

Wir sind uns bewusst, dass sich Dresden seine „Prachtbauten“ nicht einfach nehmen lassen wird. Deshalb werden wir uns 2012 wieder durch Aktionen des militärischen Gehorsams mit Flächenbombardements auf uns aufmerksam machen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Von uns wird dabei eine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, Dresden wieder zu enturbanisieren, seiner Prachtgebäude zu entreissen und damit auch ein klares Zeichen gegen Gentrifizierung zu setzen.
Eigentlich sollte dieser Eintrag mit den Sätzen beginnen: „Lieber Jürgen Elsässer, lieber Gerhard Wisnewski, ich weiß, euch jucken die Finger, es brennt euch unter den Nägeln, die rechtsradikalen Attentäter als Attrappen des Verfassungschutzes darzustellen und dahinter wieder die große Verschwörung zu wittern. Bitte, verhaltet euch nur ein einziges Mal pietätvoll.“ Anschließend wollte ich kurz darauf eingehen, dass aufgrund der Undurchsichtigkeit und fehlerhaften Ermittlungen, die in den letzten Tagen in der Presse kolportiert wurden, zumindest die Rolle des thüringer Verfassungschutzes kritischer betrachtet werden sollte. Doch das Leben findet nicht im Konjunktiv statt und zumindest eine der genannten Personen ist an Widerwärtigkeit nicht zu übertreffen. Elsässer hat schon wieder seine Zeugen gefunden, und die berichten unglaubliches:
Die beiden Zwickauer haben mit den Döner-Morden nichts zu tun. Sie wurden in ihrem Wohnmobil ermordet (Zeugen sahen einen Mann rauskommen), anschließend wurden ihnen alle möglichen Beweise untergeschoben. Um einen großen Fall zu konstruieren. Möglich ist aber auch Theorie d): Die Zwickauer waren noch nie Nazis. Sie waren und blieben bis zum Schluss Staatsagenten. Deswegen wurden jetzt auch professionell gemachte falsche Alias-Personalpapiere bei ihnen gefunden, die ihnen der Staatsschutz zur Verfügung gestellt hat. Die Zwickauer wurden in den neunziger Jahren in der rechten Szene eingesetzt. Nachdem das nichts mehr gebracht hat, wurden sie aus der rechten Szene abgezogen. Seither waren sie an einem GANZ ANDEREN Fall dran, und auf diesen Fall geht ihe Ermordung zurück. Über diesen Fall wird nicht gesprochen …
Alle bekannten Attribute zu Elsässer mögen auch hier wieder greifen: verrückt, gestört, nicht mehr alle Latten am Zaun, immer wieder die selbe Leier. Das nervige an Verschwörungstheoretikern ist nur, dass ihnen stets eine gewisse Anzahl von Leuten auf den Leim geht, die aus einer diffusen Ablehnung gegenüber „dem Staat“ eine Religion gemacht haben und hinter jedem und allem DIE große Verschwörung wittern. Dieser Sumpf lässt sich nicht trocken legen, da können Daniel Kulla oder Jon Ronson noch so viele Bücher schreiben. Denn sie greifen das Gefühl des Zweifelns auf und machen daraus eine absurde Agenda um Inside-Jobs, dunkle Mächte und „die da oben“. Es mag ebenfalls naiv sein, sich zu erhoffen, dass Jürgen Elsässer angesichts einer solchen nationalistischen Blutspur einmal den Mund hält. Stattdessen offenbart er lieber, was für ein rassistisches Dreckschwein er ist:
Diese drei Würstchen sollen nicht nur eine Polizistin am hellichten Tag ins Gesicht geschossen haben, sondern auch noch neun Döner-Türken inclusive einem Griechen, auch am hellichten Tag?
In politisch aufgebrachten Zeiten halte ich mich mit radikal-gewaltätigen Absichtsformulierungen zur Person Elsässer lieber zurück, denn wer eine solche Schizophrenie täglich aushalten muss, der sollte schon genug gestraft sein, könnte man meinen. Doch das Leben ist bekanntlich kein Konjunktiv.
Kalavryta, Distomo – Deutschland schuldet Griechenland Reperationszahlungen in Milliardenhöhe.
Deutsche Kriegsverbrechen – SS-Massaker in Griechenland from LibertarianTube on Vimeo.
Kritik an der „Pogrom 91“ – Initiative auf thedayzwickaudied:
Doch eure Reaktion ist dabei typisch deutsch. Ihr versucht eine Zivilgesellschaft aufzubauen, in dem ihr ein Schamgefühl und ein sog. Problembewusstsein schafft.
Ihr macht dies auf eine perfide Art und Weise, indem ihr zum Beispiel die Bürger_Innen auf der Demonstration direkt ansprecht und sie auffordert an der Demonstration teilzunehmen. Doch damit stärkt ihr nur einen staatlichen Antifaschismus, dessen größtes Problem der Schaden des weltoffenen, transkulturellen Deutschland – oder in diesem speziellem Fall Hoyerswerda ist. Niemand erkennt in diesem Zusammenhang, dass das eigentliche Problem Deutschland und seine Dorfgemeinschaften bleibt!
Die Grünen verbinden mit ihren Erziehungsappellen gern den Anspruch, besonders fortschrittlich zu denken. Dabei ist inzwischen das Gegenteil richtig: Nicht die Bejahung von Veränderung ist ihr Ziel, sondern der weitreichende Schutz davor. Wenn sie von Stadt reden, meinen sie den Kiez und seine Bewahrung – vor dem Ausbau der Stadtautobahn, vor zu vielen Touristen, vor der „Luxussanierung“ und natürlich vor allen Großprojekten, wozu schon ein neues Museum oder ein Riesenrad am Bahnhof Zoo gehören. Früher rief man den Hausmeister zur Hilfe, wenn man Ruhe und Ordnung beeinträchtigt sah. Heute wählt man die Grünen, die dann gegen die Störung des Hausfriedens vorgehen.
