Archiv der Kategorie 'Fußball als Katalysator und Metaphernreservoir'

Holger guckt jetzt heimlich nur noch SKY!

Eintracht spricht Haus- und Stadionverbot gegen Apfel aus – Keine Duldung von rechtem Gedankengut

„Wir distanzieren uns erneut – wie schon seit langer Zeit – von jedwedem rechten Gedankengut. Eintracht Braunschweig ist fest entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um jede Äußerung von rechtem Gedankengut im Zusammenhang mit Eintracht Braunschweig zu unterbinden. Wir werden daher auch gegenüber Herrn Apfel alle rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und mit sofortiger Wirkung ein Stadion- und Hausverbot aussprechen, um ihn so dauerhaft aus dem Stadion fernzuhalten. Die Angelegenheit wurde bereits unseren Rechtsanwälten übergeben“, so Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

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ENDLICH passiert mal etwas in Braunschweig. Ob dies der Startpunkt konsequenten Handelns gegen Rechtsextremismus seitens der Vereinsführung oder bereits das Ende der Fahnenstange ist, bleibt abzuwarten. Holger Apfel wird sich fortan mit seinen Fascho-Freunden einen SKY-Decoder zulegen müssen. Oder auf die Sportschau warten. Oder Streams schauen. Oder oder oder.

Holger freut sich auf die Bundesliga!


(Holger Apfel (l.) mit Christian Hehl)

Nach dem Braunschweiger Aufstieg in die Erste Bundesliga gönnte sich der Zonenrand noch den obligatorischen Platzsturm, bei dem auch ganz normale Arier, wie dieses Exemplar, von der Tribüne auf den Rasen gespült wurden. Braunschweig und Mannem: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Chapeau MoPo!

„Ultras von Hansa Rostock zünden Bengalos“ – Die Hamburger Morgenpost übertrifft sich wieder einmal selbst. Copy/Paste von dpa-Meldungen scheint in den Redaktionsräumen noch zu funktionieren, bei der Bebilderung stoßen die „Journalisten“ bereits an ihre Schaffensgrenzen.

Festgeldkonto

Habe eine schwere Nachricht für Euch und weiß nicht wie ich es euch sagen soll. Am 01.05.2013 ist mein letzter Stadionbesuch. Ich will nicht mehr auf die Tribüne. Ich habe die Schnauze voll.

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Ich kann diesen Dreck nicht länger meiner neuen Familie zumuten dafür liebe ich sie zu sehr, und will mir das nicht für kein Geld der Welt zerstören lassen.

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Nach meiner Meinung hätte mich jede andere Familie schon längst erschossen, und zum Teufel gejagt bei dem Stress und den ununterbrochenen Beleidigungen, üblen Nachreden, die Stalker vor der Tür usw., die sie sich mit mir zusammen seid ich bei ihnen bin gefallen lassen müssen.

Ich freue mich auf die Autorammstunde am 27.04.2013 und das letzte und schönste Bundesligaspiel mit euch zusammen.

Wünsche euch alles erdenklich gute, euer Uli.

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Dresden brennt (endlich) wieder!

Feuer frei. Ultras Dynamo solidarisieren sich, spät, aber immerhin, mit den Alliierten und zeigen dem heulenden Dresdner Opfervolk mal, was sie von ihrer Geschichtsverklärung halten – gor nüschte. Den Sturm auf die Frauenkirche verhinderte angeblich die heranrückende Miliz. Spielverderber.

Die zwei Gesichter des HSV

Sky-Berichte über Ultras – erster Gedanke: hm. Ich lass mich aber gerne positiv überraschen. Und tatsächlich kommt auch was Gutes dabei herum:

http://www.sky.de/web/cms/de/videos-bundesliga.jsp?bctid=2235701116001

Sexistische Sprüche wie „Fotze“ oder „Mädchen“ hat der HSV in seiner Idiotenkurve garantiert nicht exklusiv gepachtet, es ist dennoch immer wieder aufs Neue verwunderlich, wie sich das Bild bestätigt. Denn die Rauten haben bekanntlich zwei Fanszenen-Galionsfiguren, die gerne für die komplette Ultra-Szene Deutschlands sprechen: Herpes-Liebnau und den Dicken, der immer auf reflektiert macht. Was Letzterer so in seiner Freizeit macht, wenn er nicht gerade 12 Minuten und 12 Sekunden die Fresse hält? Das hier:

Mittags war die U2 zwischen den Stationen Mümmelmannsberg und Schlump wegen einer Weichenstörung rund eine Stunde lang gesperrt. Die Bahn reagierte – und richtete einen „Ersatzverkehr mit Busen“ ein.
Bevor BILD-Leser-Reporter und PR-Berater Philipp Markhardt (33) sich zu den avisierten „Busen“ begab, schickte er noch schnell ein Erinnerungsfoto an 1414@bild.de.

Katidis

Giorgos Katidis, (ehemaliger) Spieler von AEK Athen, genießt seit seinem Hitlergruß am vergangenen Wochenden auch in Deutschland eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit. Wieder und wieder findet man im Netz den Spieler mit dem ausgestreckten Arm, der SPIEGEL bringt es sogar fertig, mit einem einzigen Foto eine Galerie zu erstellen, die heimliche Begeisterung scheint in den Hamburger Redaktionsräumen groß zu sein…

Neben Katidis‘ lächerlichen Entschuldigungsversuchen, er sei kein Faschist, setzte der deutsche Trainer von AEK, Ewald Lienen, dem ganzen noch die Krone auf:

Er hat diesen Gruß vielleicht im Internet gesehen, ohne zu wissen, was er bedeutet. (…) Unser Verein hat einen antifaschistischen Hintergrund, unsere Fans gehen vollkommen auf die Barrikaden. Unsere Hauptfangruppe ‚The Originals‘ ist antifaschistisch, die flippen völlig aus. Das ist eine Lebenseinstellung, eine Gesinnung.

Mit „The Originals“ meint der umnachtete, hilflos beschwichtigende Lienen ORIGINAL21. Deren bisherige, schriftliche Reaktion ist bemerkenswert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass den Worten auch Taten folgen werden:

Dass du nur ein unreifer, lächerlicher Schönling mit vielen Bildern auf dem Körper bist, da konnten wir noch ein Auge zudrücken und haben es dir mit gutem Willen vergeben.

Dass du Nazi-Grüße machst, du niederträchtiger Nichtsnutz, wird jedoch in keinem Fall vergeben!

Unsere Vorfahren drehen sich im Grab um, und unsere eigene Geschichte, die Geschichte der Vertreibung und unsere antifaschistischen Werte, du hast sie verraten.

Du taugst weder als Spieler noch als Mensch etwas.
Du bist unerwünscht und ein Gesuchter für uns.
Weder dein Bedauern noch deine Rechtfertigungen überzeugen uns.
Alle, die vor dir auf diese Art gegrüßt haben, hatten ebenso „Rechtfertigungen“. Die Geschichte vergisst sie nicht!

Wir, die große Familie von AEK, der Vertreibug und der menschlichen Werte, werden niemals vergessen!

Verantwortliche! Dieser Junge gehört von jetzt an nicht mehr zu AEK!
Verantwortungslosigkeit wird nicht verziehen. Macht euren Standpunkt jetzt klar!

PS: Wirklich? Hast du es aufgrund deiner Dummheit getan? Oder hat dich jemand geleitet?
Wie auch immer und an jeden Adressaten in aller Deutlichkeit: Bei AEK haben Faschisten keinen Platz!
Kriegt das in eure leeren Schädel rein!

PS2: Dieses Thema betrifft die Familie von AEK und wir wissen selbst, wie wir es lösen. Daher können uns alle Politiker und Besserwisser mit ihren tollen Vorschlägen in Ruhe lassen. Wir benötigen sie nicht.

UPDATE: Bezüglich der Person Lienen nehme ich das umnachtet zurück, da er sich entgegen der landesweit kolportierten Meldungen viel differenzierter und ablehnender geäußert hat, als zunächst berichtet.

Über die „Fußballvolksgemeinschaft“

Liebe Sozialdemokraten,

hier und hier ein Text aus der Erlebnis Fußball, Ausgabe 58, zur Kampagne „12:12″. Lesenswert.


„Tod allen Arabern“

Doku des Amerikaners Jeremy Schaap über den israelischen Club Beitar Jerusalem und seine rassistischen Fans. Sehenswert!

E:60 „BEITAR JERUSALEM“ ~ JEREMY SCHAAP from Bluefoot Entertainment on Vimeo.

UPDATE:
Zu Risiken und Nebenwirkungen gönnt euch die Diskussion bei Publikative. Unglaublich.

Kommentare

Mal was in eigener Sache. Neu ist das Thema „Kommentare“ auf diesem Blog nicht, ich glaube jedoch bisher versäumt zu haben, eine generelles Statement dazu abzugeben. Die hier erscheinenden Artikel lösen – zum Teil – heftige Reaktionen aus, bei denen ich dann die Wahl habe, eben jene freizuschalten oder eben nicht. Bei einigen Artikeln (der über Nürnberg ist aktueller Anlass, nicht Ursache) nimmt das mit den kontextfreien Beleidigungen gern einmal etwas über Hand, woraufhin sie im Giftschrank dieses Blogs bleiben. Zensur, Zensur! Jaja. Das wird auch weiterhin so praktiziert, ich wollt’s nur mal gesagt haben. Wenn ihr eure Meinung hier lesen wollt, dann reißt euch mal zusammen.

P.S.: Wenn mir Menschen etwas persönlich mitteilen wollen oder mich gar direkt ansprechen, können sie auch gerne ihren Namen hinterlassen. Woher soll ich schließlich wissen, wer hier sonst über was „kotzt“?

So, hier noch was für die Synapsen: Lautern – DYNAMO. Geil.