Archiv der Kategorie 'Was willste machen, schießen darfste nicht'

Kämpa Showan!

Die Ultras Malmö veröffentlichten auf ihrer Facebook-Seite am Sonntag ein Bild von Shattak und schrieben dazu: “Alle unsere Gedanken sind heute bei unseren Freund Showan, der in der Nacht in Möllan von Nazis niedergestochen und misshandelt wurde.” Möllan ist ein Szene- und Ausgehviertel in Malmö.

Showan liege derzeit im künstlichen Koma im Krankenhaus, heißt es weiter. Die Ultras betonten, dass sie in ihrem Stadion niemals Rassismus oder Neonazismus akzeptieren würden.

(via)

Ingen nazister pa vare gater!

Sad Toyz Leverkusen – das Beste aus 2014!

Hallo Freunde,

ewig und drei Tage her, dass wir uns zuletzt über den Weg gelaufen sind. Mea culpa. Nach zahlreichen Beschwerden soll hier nun wieder mehr Inhalt rauf. Nur über was bloggen? Die Blüte der Eskalation in Stellingen habe ich mal schön vorüber ziehen lassen, von wegen nicht zu früh freuen und so weiter, damit es endlich klappt. Pustekuchen. Dank „Magic Mirko“ (MOPO) und „Doofmund“ (halb BILD, halb Realität) wird das wieder nix.

Stattdessen hab ich beim Zahnarzt letztens in so einem bunten Lotterheftchen die Rubrik „Was macht eigentlich…?“ durchgeblättert. „Promis“ und Schlagersänger aus den 80ern sowie „Schauspieler“, die in der Schwarzwaldklinik mal ne Lampe halten durften – meine Oma hätte sich wohl drüber gefreut. Die Frage geht aber in eine gute Richtung. Was, ja was machen eigentlich die Sad Toyz aus Leverkusen?


Um ehrlich zu sein geisterte dieses Spruchband irgendwo herum und war für mich der Anlass, sich durch die Galerie der STL zu wühlen. Aber „Fickt PARIS euch den Arsch zu wund, nehmt den Schwanz lieber DORT in den MUND“ hin oder her – alles schon bekannt. Ich kann noch zig mal schreiben, dass Leverkusen der dümmste Haufen Scheiße in NRW ist und in Deutschland diesbezüglich unter den Top Drei rangiert, aber naja, offene Türen einrennen und so.

Daher hab ich lieber die wirklichen Perlen der Galerie(n) zusammengetragen – Best of Sad Toyz Lev 2014 (für die komplette Saison fehlte mit angesichts der gesichteten Bilder einfach die Kondition. Die sind so unerträglich dumm. Aber gut, seht selbst):

Geht los mit Schleichwerbung für RTL. „Abseits von sportlichen Machtkämpfen werden bei „Alles was Zählt“ große Gefühle gelebt, die Menschen vereinen, aber auch entzweien. Der Konkurrenzkampf findet nicht nur auf dem Tanzparkett oder Fußballplatz, sondern auch in der Liebe statt. Mit intensiven Storys, energiegeladener Erzählsprache, einem modernen Look und einem eigenen Musikstil mit Wiedererkennungswert hat sich AWZ zu einem emotionsgeladenen Daily Drama für seine Zuschauer entwickelt.“ heißt es auf der Homepage der UFA im Bezug auf die Sendung. Nur was haben Begriffe wie energiegeladen, modern und Wiedererkennungswert mit Leverkusen zu tun?

Wissen die auch nicht. Dafür haben sie geile Klamotten. Der Farbton schmeichelt den Augen und die Schrift, so originell. Die Klamotte ist ja wirklich gar nicht mal so schön.

Aber das hier du, mein lieber Herr Gesangsverein. Rechts auf‘m Arm und hinten an der Kapuze zieren die gleichen Stickereien die Jacke, aber nicht nur dort! Verdeckt: Linker Arm, links und rechts auf der Brust, hinten nochmal groß und unten am Reißverschluss, damit sie schneller zu geht.

Neben den Gruppenklamotten tragen die STL generell auch geilen Kram, wie diese coole Weste. Wichtiges Foto für die Homepage. Denn es beweist: Mit geilen Klamotten kannste geile Dinge machen im Block.

Zum Beispiel dicke auf Pauke hauen (l.), mal die linke Achsel durchlüften (Mitte) oder über das Verhältnis von Schädelgröße und gewählter Kopfbedeckung nachdenken (r.).

To be continued?!

Son Scheiß

Da trifft Heung-Ming Son dreimal gegen den HSV und in den Internet-Klitschen von Print, Funk und Fernsehen gehen ein paar Gehirne verloren. Klar, Karneval steht vor der Tür, aber diese schenkelklopfige Namens-Wortspielerei ist schwer erträglich:

Fortsetzung folgt angesichts des Ideenreichtums von Sportjournalisten sicherlich…

Weil er dumm ist: MOPO schmeißt Buttje Rosenfeld raus

Die MOPO-Redakteure gelten in Bezug auf Menschlichkeit als vorbildlich, verurteilen jede Art von Diskriminierung der Mehrheitsgesellschaft und schreiben gerne Polizeipressemitteilungen ab. Für gewisse Teile der Autorenschaft scheint dies nicht zu gelten. Die „Chefetage“ hat einen Redakteur rausgeschmissen. Der Vorwurf: Er ist dumm!

Auf ihrer Internetseite hat die „Chefetage“ diese Story selbst verbreitet: „Allein die Berufswahl ist mit dem Argument ‚hab mal bei Pauli gespielt und wohne im Karoviertel‘ unvereinbar“, heißt es dort. In letzten Jahren habe sich das Gerücht, wonach dieser „Redakteur“ überhaupt nicht wisse, worüber er da schreibe, breitgemacht und bewahrheitet. Die Chefetage stellte den „Redakteur“ und die Sport-Abteilung zur Rede. Im direkten Gespräch hätten die Beteiligten geleugnet, dass der Mann keine Ahnung von St. Pauli im Ganzen und der Fanszene im Speziellen habe. „Dies zwingt uns, einen Großteil der Abteilung sowie den Redakteur rauszuwerfen “, so die „da oben“.

Viele Leser sind entsetzt – nicht nur, weil keiner so schön Facebook-Kommentare und pauschalisierende Faschismusvergleiche abschreibt, wie Rosenfeld. „Ich habe mich noch nie so geschämt, Mopo-Käufer zu sein“, heißt es im Internet. Oder: „Wo finde ich denn jetzt noch jemand, der so naiv und ahnungslos über Paadie-Pauli schreibt, wie ich darüber denke?“

Body-Modification

Wenige Tage vor der Leichtathletik-WM in Moskau können sich drei Athleten bescheinigen lassen, die größten Idioten unter der Sonne zu sein. Der Amerikaner Tyson Gay sowie die Jamaikaner Asafa Powell und Sherone Simpson sind positiv auf verschiedenste Dopingmittel getestet worden.

Leichtathletik? WM? War da nicht mal was? Nun, 2009, als der Apotheken-Zirkus in engen Trikots im Berliner Reichsstadion seine Bahnen zog, wurden zuvor fünf jamaikanische Athleten bei nationalen Ausscheidungskämpfen positiv getestet – und aus unerfindlichen Gründen freigesprochen. Bereits damals wurde versucht, die Sache unter den Teppich zu kehren, die Ministerin für Sport sprach gar von „gesunder Ernährung“ und dem „großartigen Wasser“, was ihren Sportlern Beine machen würde. Interessant ist im folgenden ebenfalls ihre Aussage: „Wir machen uns wirklich keine Sorgen, dass unsere Athleten positiv getestet werden.“. Sie folgt damit der Logik, dass nur positiv Getestete auch gedopt sind. Oder mit anderen Worten: Nimm den Kram, aber lass dich nicht erwischen.

Nun ist es wieder passiert und überraschenderweise hat es diesmal auch einen US-Amerikaner erwischt. Eigentlich gelten die Amerikaner als Vorreiter der präventiven Dopingtests. Kein US-Athlet fliegt/fährt zu einem großen Wettkampf, sofern die Möglichkeit besteht, er könne positiv getestet werden. Daher werden gerne regelmäßig Proben anonymisierte eingeschickt, um den aktuelle Stand der Dröhnung zu erfahren. Während in der Vorbereitungsphase auf noch auf die komplette Palette (Wachstumshormone, Testosteron, EPO und Steroide) gesetzt wird, wird vor dem Wettbewerb die Dosis extrem herunter gefahren, minimalste Dosen EPO bzw. Testosteron-Salben kommen noch zum Einsatz plus eben jene Medikamente, die deren Einnahme nach dem Rennen vertuschen sollen.

Warum Gay sich erwischen ließ? Möglicherweise (und dies passiert alle fünf Jahre wirklich) haben neue Testverfahren mehrere Designer-Steroide entschlüsseln können, die sich nun nachweisen lassen. Vielleicht hat er sich auch nicht an seinen speziell ausgearbeiteten Doping-Plan gehalten, was schon Marion Jones zum Verhängnis wurde.

So spekulativ die Gründe sind, so sicher dürfte jetzt schon sein, dass die Wettkämpfe in Moskau keine Rekordjagd werden. Zu sehr ist das Teilnehmerfeld aufgeschreckt, zu groß die Unsicherheit, aufzufliegen. Daher werden sie es wohl etwas ruhiger angehen lassen, um die Fahnder und das Publikum nicht auf blöde Gedanken zu bringen. Gerade Usain Bolt hat mit seinen Weltrekordläufen für mehr als nur Skepsis gesorgt, ausgenommen ist davon ein naiver ZEIT-Journalist, der nun wirklich nichts davon hören will und lieber weiterhin an das Ausnahmetalent des Läufers glaubt. Soll er, jeder Jeck is anners.

Entscheidender ist eh, wie die Sponsoren und die Zuschauer auf diesen ganzen Firlefanz reagieren. Ein guter Gradmesser ist dafür die aktuelle Tour de France, bei der auch so ein „Jahrhunderttalent“ namens Froome statt Begeisterung der Massen maximal auf unterkühlten Beifall bzw. offene Ablehnung stößt. Der Einsatz von Dopingmitteln (in diversen Zeitungen auch Leistungsunterschied genannt) ist einfach zu offensichtlich und Menschen lassen sich eben nur bis zu einem gewissen Grad verarschen. Sofern der „Betrug“ so deutlich ist, haben sie darauf keinen Bock mehr und folgen damit der Logik der jamaikanischen Sportministerin: Bescheißen ja, aber bitte im Rahmen.

Achso.

Nachdem die Photoshop-Ultras aus Jena Photoshop-Fahnen für die Gästefans von Red Bull Leipzig gemalt haben, wird sich in diesem „Coup“ gesonnt

Dennoch tritt diese Kurve via Spruchband im selben Spiel den Beweis an, wo nach wie vor der größte Haufen Scheiße im „ostdeutschen“ Fußball angesiedelt ist, Matteschitz hin, Neidgefühle her.

Holger guckt jetzt heimlich nur noch SKY!

Eintracht spricht Haus- und Stadionverbot gegen Apfel aus – Keine Duldung von rechtem Gedankengut

„Wir distanzieren uns erneut – wie schon seit langer Zeit – von jedwedem rechten Gedankengut. Eintracht Braunschweig ist fest entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um jede Äußerung von rechtem Gedankengut im Zusammenhang mit Eintracht Braunschweig zu unterbinden. Wir werden daher auch gegenüber Herrn Apfel alle rechtlich zur Verfügung stehenden Mittel nutzen und mit sofortiger Wirkung ein Stadion- und Hausverbot aussprechen, um ihn so dauerhaft aus dem Stadion fernzuhalten. Die Angelegenheit wurde bereits unseren Rechtsanwälten übergeben“, so Eintracht-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

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ENDLICH passiert mal etwas in Braunschweig. Ob dies der Startpunkt konsequenten Handelns gegen Rechtsextremismus seitens der Vereinsführung oder bereits das Ende der Fahnenstange ist, bleibt abzuwarten. Holger Apfel wird sich fortan mit seinen Fascho-Freunden einen SKY-Decoder zulegen müssen. Oder auf die Sportschau warten. Oder Streams schauen. Oder oder oder.

Holger freut sich auf die Bundesliga!


(Holger Apfel (l.) mit Christian Hehl)

Nach dem Braunschweiger Aufstieg in die Erste Bundesliga gönnte sich der Zonenrand noch den obligatorischen Platzsturm, bei dem auch ganz normale Arier, wie dieses Exemplar, von der Tribüne auf den Rasen gespült wurden. Braunschweig und Mannem: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Chapeau MoPo!

„Ultras von Hansa Rostock zünden Bengalos“ – Die Hamburger Morgenpost übertrifft sich wieder einmal selbst. Copy/Paste von dpa-Meldungen scheint in den Redaktionsräumen noch zu funktionieren, bei der Bebilderung stoßen die „Journalisten“ bereits an ihre Schaffensgrenzen.

Festgeldkonto

Habe eine schwere Nachricht für Euch und weiß nicht wie ich es euch sagen soll. Am 01.05.2013 ist mein letzter Stadionbesuch. Ich will nicht mehr auf die Tribüne. Ich habe die Schnauze voll.

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Ich kann diesen Dreck nicht länger meiner neuen Familie zumuten dafür liebe ich sie zu sehr, und will mir das nicht für kein Geld der Welt zerstören lassen.

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Nach meiner Meinung hätte mich jede andere Familie schon längst erschossen, und zum Teufel gejagt bei dem Stress und den ununterbrochenen Beleidigungen, üblen Nachreden, die Stalker vor der Tür usw., die sie sich mit mir zusammen seid ich bei ihnen bin gefallen lassen müssen.

Ich freue mich auf die Autorammstunde am 27.04.2013 und das letzte und schönste Bundesligaspiel mit euch zusammen.

Wünsche euch alles erdenklich gute, euer Uli.

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